Biodiversität

Für uns beginnt Naturschutz dort, wo wir lernen, das Leise wahrzunehmen und zuzuhören. Denn oft sind es gerade die unscheinbaren Pflanzen, die scheuen Tiere und die stillen Momente, die uns zeigen, wie reich unsere Bergwelt wirklich ist.Wir treffen auf unserem Betrieb, wann immer möglich, Entscheidungen zugunsten der Biodiversität.

Lebenshof

Schon als Kind haben Fabienne die Worte ihres Stiefvaters geprägt. Er war Metzger und sagte den Kindern, dass das Töten Spuren in der Psyche hinterlässt – und dass man deshalb möglichst kein Fleisch essen sollte. Dieser Gedanke hat Fabienne über viele Jahre begleitet.

Mit der Zeit wurde ihr klar, dass dies nicht nur für Metzger gilt. Viele Landwirtinnen und Landwirte bauen eine enge Beziehung zu ihren Tieren auf. Irgendwann kommt jedoch der Tag, an dem sie sich von ihnen verabschieden müssen. Sie glaube, dass dies oft nur möglich ist, indem man einen Teil seines Herzens schützt. Das ist kein Vorwurf – viele Menschen handeln aus wirtschaftlicher Verantwortung und begegnen ihren Tieren mit grossem Respekt. Für sie persönlich fühlte sich dieser Weg jedoch nicht mehr richtig an. Wir haben entschieden, unsere Schafe aus der Nutzung zu befreien.

Unsere Schafe laden uns mit ihrer liebevoll schüchternen Art ein, still zu werden, zu lauschen und uns auf die Melodie der Natur einzustimmen. Sie erinnern uns daran, dass Verbundenheit nicht entsteht, wenn wir etwas benutzen, sondern wenn wir bereit sind, einer anderen Lebensform offen zu begegnen und ihr den Freiraum zu geben, den sie braucht, um sich zu entfalten.

Genau diese Erfahrung möchten wir mit anderen Menschen teilen. Wer Zeit mit unserer Herde verbringt, lernt nicht nur Schafe kennen. Vielleicht entdeckt er auch etwas in sich selbst: die Freude an den kleinen Dingen, die Ruhe, die in der Stille liegt, und das Gefühl, Teil eines grösseren Ganzen zu sein.

Naturheilkunde

Fabienne ist Tierheilpraktikerin in Ausbildung und Phytotherapeutin. Ihr Anliegen ist es, die Gesundheit von Mensch und Tier ganzheitlich zu fördern und Krankheiten möglichst vorzubeugen.

Artgerechte Haltung, eine gesunde Lebensweise und Heilpflanzen bilden die Grundlage ihrer Arbeit. Naturheilkundliche Methoden wie Phytotherapie oder Akupunktur können den Körper unterstützen und den Einsatz von Antibiotika, Cortison oder Wurmkuren dort reduzieren, wo dies verantwortungsvoll möglich ist.

Dabei steht stets das Wohl des Tieres im Mittelpunkt – mit dem Ziel, Gesundheit zu erhalten, anstatt Krankheiten nur zu behandeln.

Denn für mich bedeutet Naturheilkunde vor allem eines: die Natur nicht nur als Ressource zu nutzen, sondern von ihr zu lernen.

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